Radeberger

Radeberger ist der Name einer deutschen Bitter-Marke.


Hintergrund

Die Marke geht zurück auf Wilhelm Richter, der im Jahr 1877 in Radeberg bei Dresden seine “Dampfdestillation und Likörfabrik Goldene Sonne” gründete. In einer recht kleinen Anlage produzierte Richter seinen verdauungsfördernden “Medizinalbitter” und gelangte schon nach wenigen Jahren mit seinem Kräuterlikör an den königlich sächsischen Hof in Dresden, wo man ihn zum royalen Lieferanten erklärte. In der darauffolgenden Zeit gewann die Marke Radeberger Bitter, wie sie fortan genannt wurde, auf internationalen Messen eine Handvoll Goldmedaillen, die auch heute noch auf dem Etikett abgebildet sind.

 

Erstaunlicherweise überstand der kleine Betrieb sowohl die beiden Weltkriege, als auch die kaum weniger bedrohliche Zeit der DDR, und so wird die Destillerie bis heute ununterbrochen von den Erben Wilhelm Richters betrieben.

           

Trotz Namensgleichheit und nahezu identischem Schriftzug hat die Marke Radeberger Bitter nichts mit dem berühmten Radeberger Bier gemein. Der heutzutage nur mehr recht selten anzutreffende Bitter erreichte zu keiner Zeit ähnlich große Verkaufszahlen wie vergleichbare deutsche Marken, doch war dies wohl auch nie das Ziel der Inhaber. Nichts desto trotz erzielt die kleine sächsische Manufaktur auch heute noch in regelmäßigen Abständen bei internationalen Wettbewerben hohe Platzierungen.


Produkte


Radeberger Bitter

Nach dem Rezept von 1877 aus 30 Kräutern, Gewürzen und Wurzeln; alc. 35%  vol.


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