Ouzo 12

Ouzo 12 ist der Name einer griechischen Ouzo-Marke aus Piräus .


Hintergrund

Die Marke entstand im Jahr 1880 zu einer Zeit, da die griechische Familie Kaloyiannis bereits seit einiger Zeit in Konstantinopel (heute Istanbul) eine kleine Taverne besaß. Im Ausschank befand sich u. a. auch selbst gebrannter Ouzo, der direkt aus durchnummerierten Fässern abgezapft und den Gästen serviert wurde. Aus irgendwelchen Gründen erfreute sich der Ouzo aus Fass Nr. 12 der allseits geteilten, größten Beliebtheit und verkaufte sich bei weitem am besten.

 

Nach mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen vereinbarten im Jahr 1923 Griechenland und die Türkei einen Bevölkerungsaustausch, da sich während der Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte - Griechenland war von 1451 bis 1830 Teil des Osmanischen Reiches - viele Türken in Griechenland niedergelassen hatten, umgekehrt aber auch seit der Antike viele Griechen im Staatsgebiet der westlichen Türkei lebten. Etwa 1,5 Mio. Griechen und 500.000 Türken wurde in der Folgezeit aus ihrer Heimat vertrieben und so beschloss auch die Familie Kaloyiannis in Anbetracht der Umstande in 1925 ihre bisherige Heimat Istanbul zu verlassen und sich zunächst im westlich davon liegenden Thessaloniki niederzulassen.

 

Im Jahr 1950 zog das Familienunternehmen weiter nach Piräus. Dort wurde der geschäftliche Erfolg mit dem selbstgebrannten Ouzo letzten Endes so groß, dass sich die Familie nach einigen weiteren Jahren in 1963 dazu entschloss, ihren berühmten Anisschnaps in Flaschen zu füllen und landesweit zu vermarkten. Welcher Markenname hätte sich dabei mehr angeboten, als derjenige des Ouzos aus der Fassnummer 12.

 

Seit 1999 befindet sich die Marke im Besitz der Campari-Gruppe und ist der weltweit meistverkaufte Ouzo.


Produkte


Ouzo 12

Der Klassiker nach dem Rezept von 1880; aus Tresterbrand, Anis und weiteren Kräutern, Gewürzen und Samen zweifach destilliert; alc. 40% vol.


Ouzo 12 Gold

Anislikör aus Anis, Stern-Anis, Fenchel, Koriander, Muskat Kardamom, Zimt und Mastix; alc. 36% vol.


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