Maker's Mark

Maker's Mark ist der Name einer US-amerikanischen Kentucky-Straight-Bourbon-Whiskey-Marke aus Happy Hallow im Bundesstaat Kentucky.


Hintergrund

Die Geschichte der Destillerie geht zurück bis in das Jahr 1805, als auf der Star Hill Farm in Happy Hallow in der Nähe des kleinen Ortes Loretto in Kentucky zum ersten Mal Whiskey gebrannt wurde. Die Anlage, wie sie in ihrer heutigen Form besteht, wurde jedoch erst 1889 errichtet. Der damals produzierte Whiskey wurde bis zum Beginn der US-Prohibition (Alkoholverbot von 1919 bis 1933) unter einem anderen Markennamen vertrieben und hat mit dem heutigen Produkt letztlich nichts zu tun. Das Alkoholverbot versetzte dem Unternehmen wie so vielen anderen den vorzeitigen Todesstoß.

 

Auch die Familie Samuels aus Bardstown war bis 1919 in der Whiskey-Branche tätig, doch gerieten 1933 der Inhaber und sein Sohn in Streit darüber, wie die wiedereröffnete Firma nun geführt werden sollte. Während der Alte alles so wiederaufbauen wollte, wie es vor der Schließung gewesen war, sah der Junge die Zeit für einen vollständigen Neuanfang gekommen. Letzten Endes setzte sich der Vater gegen den Sohn durch, doch das veraltete Konzept erwies sich schon bald als fatal. Im Jahr 1943, nach nur 10 Jahren, war der Niedergang bereits abzusehen und die Destillerie des alten Mr. Samuels stand vor dem Bankrott.

 

Nach dem Zeiten Weltkrieg zog sich sein Sohn, der Kriegsheimkehrer Bill Samuels, verbittert auf die Farm der Familie in Bardstown zurück und wollte zunächst nichts mehr mit Whiskey zu tun haben. Erst 1953, nach dem hartnäckigen Drängen seiner Frau, kaufte Bill Samuels die Burk's Spring Destillerie (ehemals Star Hill) in Loretto, um endlich einen Neuanfang in Eigenverantwortung zu wagen. Nach zahllosen Versuchen gelang es ihm 1954 einen Whiskey nach seinen Vorstellungen zu brennen. Das Neue an seiner Rezeptur war, dass er der Getreidemischung anstelle von Roggen roten Winterweizen beimischte, was einen unverwechselbaren Geschmack zur Folge hatte. Der Markenname “Maker's Mark”, die Flaschenform, sowie der originelle Wachsverschluss wurden indessen 1958 von Samuels Frau Margie erdacht und es dauerte nochmals bis 1959, bis nach 6jähriger Reifezeit die erste Charge Whiskey verkauft werden konnte. Der Weg, den Bill Samuels zu gehen hatte, blieb auch weiterhin hart und steinig, denn erst 1967, fast 14 Jahre nach der Eröffnung seiner eigenen Brennerei, schrieb das Unternehmen endlich schwarze Zahlen.

 

In 1980 wurde die Maker's Mark Destillerie von der US-Regierung als erstes amerikanisches Spirituosen-Unternehmen ausgezeichnet und unter Denkmalschutz gestellt, wobei jedoch zu erwähnen ist, dass nur den Gebäuden, die das Unternehmen nutzt, diese Ernennung zugedacht ist, da sie zum Teil beinahe 150 Jahre älter sind als Maker's Mark selbst. Die alte Schrotmühle auf dem Gelände der Firma ist damit das älteste noch in Betrieb befindliche Destillerie-Gebäude der USA.

 

1981 ging Maker's Mark in den Besitz von Hiram Walker über, gelangte später zu Allied Domecq und ist heute Teil des Maxxium-Konzerns, wird jedoch auch weiterhin von der Familie Samuels geleitet. Im Gegensatz zu anderen US-Whiskey-Marken wird bei Maker's Mark “Whisky” absichtlich ohne “e” geschrieben.

           

Ausgangsbasis für Maker's Mark ist 70% Mais, 30% gemälzte Gerste und roter Winterweizen.  Letzterem ist das besonders milde Aroma zu verdanken. Im Gegensatz zu anderen Whiskey-Brennereien wird hier das Getreide nicht zermahlen, sondern in einer speziellen Rollenmühle zerquetscht, wodurch das Korn geschont wird und sich nicht so stark erhitzt. Nachdem das Getreide mit Wasser vermischt worden ist, beginnt der Kochvorgang, was wiederum ohne das heute übliche Druckverfahren, ähnlich einem Schnellkochtopf, der die Garzeit verkürzt, vorgenommen wird, und einige Stunden mehr Zeit in Anspruch nimmt. Als nächstes wird die Maische in 100 Jahre alte Zypressenholzfässer geleitet, die Hefe zugesetzt und die Gärung damit eingeleitet. Im Anschluss erfolgt die zweifache Destillation in alten Destillierblasen aus dem 19. Jahrhundert.

 

Vor der Abfüllung reift Maker's Mark 6 Jahre lang in ausgekohlten Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Die Produktionsmenge fällt seit jeher vergleichsweise gering aus und liegt lediglich bei rund 4000 l pro Tag. Die Flaschen werden auch heute noch von Hand mit Wachs versiegelt bevor sie in den Verkauf gelangen.


Produkte


Maker's Mark Red Seal Kentucky Straight Bourbon Whisky

Seit 1959; die Hauptmarke des Unternehmens; 6 Jahre in ausgekohlten Weißeichenfässern gereift; alc. 45% vol.; auch erhältlich als 8jähriger Gold Seal mit 50,5% vol.


Maker's Mark Black Seal Kentucky Straight Bourbon Whisky

Eigens für den japanischen Markt abgefüllt; wie der Red Seal 6 Jahre gereift; alc. 47,5% vol.


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