Knockando

Knockando ist der Name einer schottischen Whisky-Destillerie in der Nähe des gleichnamigen Dorfes Knockando in der Speyside-Region.


Hintergrund

Die Destillerie wurde im Jahr 1898 von Ian Thomson zwischen den Dörfern Archiestown und Knockando am Ufer des Flusses Spy gegründet. “Cnoc-an-dhu” stammt aus dem Gälischen und bedeutet “Kleiner schwarzer Hügel”. Der Zeitpunkt der Gründung war jedoch recht unglücklich gewählt, denn der Markt war zu dieser Zeit bereits mehr als gesättigt und wurde mehr und mehr vom Blended Scotch beherrscht, dessen milderes Aroma eine breitere Käuferschicht ansprach als kräftige, oft sehr speziell schmeckende Single-Malts. So kam es, dass die Knockando-Brennerei nur zwei Jahre nach ihrer Eröffnung auch schon wieder geschlossen werden musste.

 

Nach vier Jahren des Stillstands wurde sie in 1904 zu einem lächerlichen Schleuderpreis an W & A Gilbey weiterverkauft, 1952 ging sie an J & B, wo man den Whisky für den eigenen Blend benötigte. Nach weiteren Eigentümerwechseln ist die Destillerie seit 1997 im Besitz des internationalen Spirituosen-Konzerns Diageo, der Knockando als Teil seiner “Classic Malts of Scotland”-Serie vermarktet.

           

Eine Besonderheit der Marke Knockando liegt darin, dass der Whisky nicht wie sonst üblich mit einer vorher festgelegten Altersangabe angeboten wird. Vielmehr wird jeder Whisky erst dann abgefüllt, wenn ihn der Kellermeister als auf dem Höhepunkt seiner Reife angekommen erachtet. Nach diesem Prinzip ist jeder Knockando ein Jahrgangs-Whisky und auf dem jeweiligen Flaschenetikett ist das Destillationsjahr (Season) sowie das Abfülljahr (Bottled) angegeben.  


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