Meine Honorare

Vielleicht fragst Du Dich, was so ein Autor eigentlich verdient. Besonders weit verbreitet ist die Ansicht, dass sich mit Büchern richtig viel Kohle scheffeln lässt - was auch keineswegs falsch ist. Allerdings geht diese Rechnung nur auf, wenn es dem Autoren auch gelingt, eine große Menge seines Schriebs an den Mann zu bringen. Und das, soviel kann ich Dir sagen, ist alles andere als leicht. 

 

 

Nachfolgend erhältst Du einen Überblick darüber, wie viel ich an jedem verkauften Buch verdiene. Um es gleich einmal vorweg zu nehmen: Mit meinen jährlichen Buchverkäufen lande ich derzeit noch nicht einmal im dreistelligen Bereich - aber immerhin reicht es einmal im Monat für ein paar Tiefkühlpizzen und etwas Leberwurst bei Aldi. Überaus fragwürdige "Literatur" wie Feuchtgebiete oder Daniela Katzenbergers Autobiografie läuft definitiv besser.

 

 

Lass Dich nicht von dem recht beachtlichen Honorar täuschen, das ich im Falle eines direkten Verkaufs über meinen Verlag epubli erhalte; geschätzte 90 Prozent der Verkäufe laufen über die sogenannten Vertriebspartner, wobei hiervon Amazon den Löwenanteil für sich verbuchen kann. Wie Du den unten stehenden Grafiken entnehmen kannst, fallen die dort gezahlten Honorare deutlich niedriger aus.

 

 

Allen, die dem Autoren ein größeres Stück vom Kuchen gönnen, sei also folgendes ans Herz gelegt: Kauft idealerweise direkt beim Verlag und nur ausnahmsweise bei diesen Vertriebspartnern. Letztere sind nichts anderes als Zwischenhändler, die sich auch noch ein schönes Stückchen vom Gewinn abgreifen.

 

 

Ein gutes Buch sollte Dir den Preis, den Du dafür bezahlen musst, wert sein. Betrachte diese Ausgabe nicht als Verlust, sondern als Investition in Dich selbst. Im Idealfall unterhält Dich ein Buch nicht nur, sondern bringt Dich auch persönlich ein kleines bisschen weiter.

 

 

Heutzutage sind leider viele nicht einmal mehr dazu bereit, einen Bruchteil ihres täglichen Alkohol- und Tabakkonsums einmalig in ein gutes Buch zu stecken. Das ist nicht nur schade sondern geradezu tragisch, denn durch diese Einstellung erhalten viele talentierte Autoren gar nicht erst die Möglichkeit, sich zu entfalten und ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Gerade Gastronomen gehören, wie ich leider festgestellt habe, in der Regel nicht gerade zu den belesensten Exemplaren unserer Spezies.

 

 

Also:

 

 

Knall Dir Zwei Schachteln Kippen und einen Gin-Tonic weniger im Monat rein, und kauf Dir von dem gesparten Betrag lieber ein vernünftiges Buch!


Von Nachtschwärmern & Schnapsdrosseln

Format: Taschenbuch


Format: eBook


Die Barfibel

Format: Hardcover


Format: eBook