Fürst Bismarck

Fürst Bismarck ist der Name einer deutschen Kornbrand-Marke aus Schönau im Sachsenwald in Schleswig-Holstein.


Hintergrund

Die Familie Bismarck aus dem gleichnamigen Ort Bismarck in der Altmark wurde im Jahr 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Als Gutsbesitzer bestellten und verwalteten sie das Land rund um die Ortschaft und bauten zunächst Getreide, später auch Kartoffeln an.

 

Im Jahr 1799 gründete Ferdinand von Bismarck auf dem Stammsitz der Familie, dem Rittergut in Schönhausen an der Elbe, eine Kornbrennerei. 1874 kaufte dessen Sohn, der damalige deutsche Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck, das Hofgut Schönau bei Friedrichsruh, nicht weit entfernt von Hamburg, zusammen mit der dortigen Brennerei und führte an diesem Ort die Familientradition des Kornbrennens weiter. Sein willensstarker Charakter sowie die nach der Reichseinigung überall im Deutschen Reich vorherrschende Verehrung seiner Person verhalfen dem kleinen Unternehmen schon bald von regionaler zu überregionaler Bedeutung. Bei einem Gläschen Korn soll der “Eiserne Kanzler” einmal zu einem Vertrauten gesagt haben: “Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.”

 

Nach den schweren und krisenreichen Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurde die Marke in den 1960er Jahren zur marktführenden Korn-Spirituose im norddeutschen Raum. Seit jeher wird dieser Kornbrand nach dem traditionellen Rezept der Familie Bismarck aus Gerste, Roggen und Weizen hergestellt und für einige Monate in Eichenfässern gelagert. Die Brennerei ist bis heute im Besitz der Familie Bismarck geblieben.


Produkte


Fürst Bismarck Kornbrand

Aus Gerste, Roggen und Weizen zweifach gebrannt; mehrere Monate in Eichenfässern gereift; alc. 38% vol.


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