Escorial

Escorial ist der Name einer deutschen Kräuterlikör-Marke der Firma Riemerschmid aus Erding bei München.


Hintergrund

Der Vorläufer des heutigen Escorial wurde im Jahr 1910 in Deutschland erstmals von der Firma Anton Riemerschmid auf den Markt gebracht. Dieser hatte eine zart-gelbe Farbe, einen Alkoholgehalt von 43% vol. und blieb bis Mitte der 1960er Jahre erhältlich. Die Rezeptur wurde später geändert und es entstand der heutige grüne Escorial mit 56% vol.

 

Den Namen wählte man, da er besonders einprägsam ist, Gerüchten zufolge entstand er jedoch auch in Anlehnung an den ebenfalls nach einem Kloster benannten berühmten französischen KräuterlikörChartreuse” (in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid befindet sich ein weltberühmtes Kloster mit dem Namen “Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial”).

 

In den 1920er Jahren erlebte der Escorial eine Zeit großen Aufschwungs, da er gerne als Ersatz des 1923 verbotenen Absinths gehandelt wurde. Das in diesem Jahr von dem Künstler Olaf Gulbransson geschaffene Etikett “Die andere Fee” ziert bis heute jede Flasche Escorial. Während des Zweiten Weltkriegs konnte sich das Unternehmen durch Lieferungen an die Wehrmacht über Wasser halten, geriet jedoch gegen Ende wie alle anderen Spirituosen-Firmen in eine ernstzunehmende Krise. In den 60er, 70er und 80er Jahren erfolgte der zweite Boom, der sich aber ebenfalls ausschließlich auf Deutschland beschränkte. Aus dieser Zeit finden sich auch einige Cocktail-Rezepte, die den Escorial Grün als Zutat anführen.

           

Heute wird der Escorial-Kräuterlikör von der Firma Georg Hemmeter hergestellt, die ebenfalls zum Unternehmen Riemerschmid gehört. Im Jahr 1996 wurde die Firma Riemerschmid von der Underberg AG übernommen und so gehört heute auch die Marke Escorial dem Konzern Underberg.


Produkte


Escorial Grün

Hergestellt aus verschiedenen Kräuter- und Gewürzauszügen, neutralem Alkohol, Wasser und Zucker; alc. 56% vol.


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