Crémant

Crémant ist die besonders in Frankreich, Belgien und Luxemburg übliche, jedoch nicht geschützte Bezeichnung für Schaumweine, die zwar nach dem Champagner-Verfahren (Méthode Traditionelle) hergestellt werden, aber nicht aus der Champagne stammen. Meist weisen Crémants einen etwas niedrigeren Kohlensäuredruck als Champagner oder Sekt auf. 


Hintergrund

Ursprünglich wurde die Bezeichnung “Crémant” für Champagner verwendet, der anstatt der üblichen 6 Bar nur den gesetzlichen Mindestdruck von 3,5 Bar aufwies. Da diese Bezeichnung im Gegensatz zur Bezeichnung “Champagner” jedoch nicht geschützt war, verwendeten sie auch viele Winzer außerhalb der Champagne für ihre Schaumweine.

 

Seit dem 01.09.1994 verzichten die Winzer der Champagne vollständig auf die Verwendung des Begriffs Crémant, dafür dürfen nur noch Schaumweine diese Bezeichnung tragen, die nach den strengen Vorschriften der Champagner-Herstellung produziert worden sind. Ein etwas niedrigerer Kohlensäuregehalt ist zwar weiterhin üblich, aber keineswegs zwingend vorgeschrieben.

 

Nicht überall gelten für Crémants bis ins Detail dieselben gesetzlichen Vorschriften, doch gleichen sie sich in ihren wesentlichen Eigenschaften. So dürfen europaweit nur ganze Trauben gepresst werden, aus 150 kg Trauben dürfen maximal 100 Liter Most gekeltert werden, Verarbeitung, Flaschengärung und Reife (mind. 9 Monate auf der Hefe) müssen nach den strengen Vorgaben der Méthode Traditionelle erfolgen. Der oft geringe Kohlensäuredruck wird dadurch erreicht, dass dem Wein vor der in der Flasche erfolgenden zweiten Gärung eine Fülldosage mit nur wenig Zucker beigegeben wird. Durch den Mangel an Zucker kann die Hefe auch weniger davon in Alkohol und Kohlenstoffdioxid aufspalten.