Wie man mit Trinkgeld ein Vermögen aufbaut


Wie man mit Trinkgeld ein Vermögen aufbaut


Wenn es läuft, dann läuft's eben. Gerade mal einen Monat ist es her, dass ich meine Übersetzung von Harry Johnsons Bartenders' Manual veröffentlicht habe, und schon ist mein nächstes Buch fertig. Da soll noch einer behaupten, "arbeitslos" zu sein hätte keinerlei Vorteile, denn immerhin verfügt man sodann über reichlich Zeit und wird nicht von solcherart Nebensächlichkeiten wie etwa einem regulären Job von den wirklich wichtigen Dingen abgelenkt. Zur Erklärung: Zum zweiten Mal in nicht einmal zwei Jahren habe ich meinen Job aufgrund einer Betriebsauflösung verloren. Pech oder ein Wink des Schicksals? Jedenfalls konnte ich mich dadurch den gesamten Januar hindurch auf das Schreiben konzentrieren und ein Buch in persönlicher Rekordzeit fertigstellen.

 

 

Der Titel verrät eigentlich schon alles, denn es geht um die vielleicht bedeutendste Einkommensquelle eines Angestellten in der Gastronomie. Dass das Trinkgeld die Gemüter bis weit über den Feierabend hinaus beschäftigt, ist kein großes Geheimnis. Geschätzt jede zweite Unterhaltung von Kellnern und Barmännern während des "Absackens" in der Stammkneipe dreht sich um die Ausbeute des Tages. Man tauscht sich darüber aus, welcher Gast besonders großzügig und welcher ausgesprochen geizig war, preist die einen und verflucht die anderen. Wie interessant das Thema ganz offenbar ist und wohl auch immer bleiben wird, fiel mir außerdem anhand eines Ausschnittes aus meinem zweiten Buch Von Nachtschwärmern & Schnapsdrosseln - Ein Essay über den Beruf des Bartenders auf. Bereits vor einiger Zeit veröffentlichte ich das Kapitel 12 Wege das Trinkgeld aufzubessern in Form eines Blogartikels auf meiner Webseite. Ich tat dies natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn ich hoffte dadurch den Buchverkauf entscheidend ankurbeln zu können. Der Artikel ist seither unangefochten die am häufigsten aufgerufene Unterseite meiner Homepage - mehr Bücher konnte ich dadurch allerdings nicht absetzen.

 

 

Dennoch war der Erfolg des Artikels Grund genug, ein eigenes Buch zum Thema Trinkgeld zu verfassen. Aus den "12 Wegen" von damals sind so mittlerweile "30 Tipps für mehr Trinkgeld" geworden. Diejenigen, die den fraglichen Artikel oder das Buch, aus dem er stammt, gelesen haben, werden also einen kleinen Teil wiedererkennen. Da sich das Buch jedoch ausschließlich um Trinkgeld und Vermögensaufbau dreht und 118 Taschenbuchseiten umfasst, gibt es aber noch weitaus mehr zu entdecken.

 

 

Ich habe mich in der jüngeren Vergangenheit intensiv mit Geldmanagement und Finanzen beschäftigt, Bücher über Wirtschaft, Kapitalismus und die Börse gewälzt und viele Möglichkeiten der legalen Geldvermehrung ausprobiert. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, denn so konnte ich mein Erspartes in nur vier Monaten um 5 % vermehren, auf ein Jahr hochgerechnet sollte also ein Zuwachs von wenigstens 10 % herausspringen. Natürlich steht diese Einschätzung aufgrund des kurzen Zeitraums auf einem Fundament, das noch nicht völlig ausgehärtet ist. Sobald mein erstes Jahr als "Investor" jedoch um ist, werde ich in diesem Zusammenhang genaue Zahlen veröffentlichen und es wird sich zeigen, ob ich mit meiner Prognose recht behalten werde.

 

 

10 % Wachstum mögen manch einem wenig erscheinen. Vor allem jene, die sich noch nie mit Geldanlagen beschäftigt haben, zu kurzfristig denken oder aber auf das schnelle Geld hoffen, dürften sich von dieser Zahl kaum beeindruckt zeigen. Deshalb möchte ich die mittel- bis langfristigen Auswirkungen eines jährlichen Zuwachses von 10 % anhand eines Beispiels verdeutlichen:


Anlagesumme: 1000 €

Zinsen pro Jahr: 10 %

 Nach 1 Jahr  1.100 €
Nach 3 Jahren 1.331 €
Nach 5 Jahren 1.610,51 €
Nach 8 Jahren 2.143,95 €
Nach 10 Jahren 2.593,74 €
Nach 15 Jahren 4.177,25 €
Nach 20 Jahren 6.727,50 €

Ein einmalig angelegter Betrag von 1.000 € verdoppelt sich demnach also nur mittels Zinsen und Zinseszinsen nach weniger als 8 Jahren. Das klingt nicht schlecht, reißt aber vermutlich nur die Wenigsten vom Hocker. Zudem dürfte die Aussicht, nach einem so langen Zeitraum aus 1.000 € lediglich 2.000 € zu zaubern, kaum jemand sonderlich verlockend finden. Daher nun ein zweites Rechenbeispiel, wobei in diesem Fall zusätzlich ein fester monatlicher Betrag von 100 € angespart wird:


Anlagesumme: 1.000 €

Monatliche Sparrate: 100 €

Zinsen pro Jahr: 10 %

 Nach 1 Jahr

 2.365 €

Davon Zinsen: 165 €

Nach 3 Jahren

5.518,15 €

Davon Zinsen: 918,15 €

Nach 5 Jahren

9.333,46 €

Davon Zinsen: 2.333,46 €

Nach 8 Jahren

16.258,05 €

Davon Zinsen: 5.988,19 €

Nach 10 Jahren

21.765,84 €

Davon Zinsen: 9.635,41 €

Nach 15 Jahren

39.500,28 €

Davon Zinsen: 24.138,80 €

Nach 20 Jahren

64.797,94 €

Davon Zinsen: 48.914,82 €


Nun sieht die ganze Angelegenheit doch gleich deutlich interessanter aus. Nach 15 Jahren haben die angehäuften Zinsen den selbst eingezahlten Betrag bereits erheblich übertroffen. Geschenktes Geld, sozusagen. Erzielt durch ein Startkapital von 1.000 €, einer bescheidenen monatlichen Sparrate von 100 € und natürlich Zeit. Erhöht man nur einen dieser Faktoren, also entweder durch Anhebung der Sparrate oder Verlängerung der Laufzeit, so steigt auch das Ergebnis proportional dazu an. Wer frühzeitig mit dem Sparen und Anlegen beginnt, der kann sich sogar mit 50 Jahren zur Ruhe setzen, wie ich anhand eines dritten Rechenspiels in meinem neuen Buch Wie man mit Trinkgeld ein Vermögen aufbaut aufzeige.

 

 

Die Richtigkeit der Zahlen kann leicht überprüft werden. Ich empfehle hierzu den kostenlosen Sparrechner sowie den Zinsrechner, beides nützliche Werkzeuge. Schon das bloße hin- und herrechnen macht unglaublichen Spaß (und das aus meinem Munde - früher habe ich alles, was mit Mathematik zu tun hatte, gehasst; meine Schulnoten beweisen es).

 

 

Das Buch stellt gewissermaßen eine Anleitung meiner Vorgehensweise zur Geldvermehrung dar. Ich habe es in zwei Teile gegliedert:

 

  • Teil I befasst sich mit Hintergrundwissen zum Thema Trinkgeld, wie es sich aktiv steigern lässt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. In Foren und Facebook-Gruppen lässt sich z. B. immer wieder herauslesen, wie viel Unsicherheit herrscht wenn es um die Frage geht, ob das Trinkgeld etwa mit den Kollegen geteilt werden müsse, ob der Chef es einbehalten und zum Monatsende nach eigenem Ermessen verteilen dürfe usw.
  • Teil II behandelt sodann die persönliche Haushaltsplanung und vier einfache Anlagemöglichkeiten, mit deren Hilfe sich das Ersparte bzw. zusätzlich erwirtschaftete Trinkgeld mittel- bis langfristig um geschätzte 10 % pro Jahr vermehren lässt.

 

Die dargestellten Herangehensweisen habe ich nicht im eigentlichen Sinne erfunden oder mir in einem Anflug von Genialität ausgedacht. Sie entstammen den verschiedensten Büchern und Blogartikeln und wurden von mir lediglich aussortiert, überprüft, angewendet und zusammengefasst. Dabei bediente ich mich vornehmlich dem Wissen von Profis aus Börse und Wirtschaft, deren langjähriger Erfolg für sich spricht. 

 

 

Im Buch finden sich daher auch immer wieder Links zu verschiedenen Blogs und Webseiten, über die sich zusätzliches Hintergrundwissen beschaffen lässt. Denn zwar stellt das Buch eine einfache Anleitung zum Vermögensaufbau dar, doch halte ich das Lesen weiterer Bücher und Artikel unumgänglich, um sich auf wirklich stabilen Beinen in das Abenteuer des persönlichen Geldmanagements zu stürzen. Auf rund 100 Seiten wäre es zudem unmöglich, alle Anlageformen bis in alle Einzelheiten zu beschreiben. Das Buch soll also gewissermaßen lediglich einen kleinen Schups in die richtige Richtung geben. 

 

 

Wer demzufolge auf Geheimtipps hofft und glaubt, er könne innerhalb eines Jahres ohne großes Zutun zum Millionär werden, den muss ich enttäuschen. Alle anderen können selbst entscheiden, ob es sich für sie lohnt ein paar Euros für das Buch auszugeben. Wem es allerdings gelingt, sein Trinkgeld nur ein einziges Mal mit Hilfe der aufgeführten Tipps um 3 bis 8 € zu steigern, der hat zumindest seine Ausgaben bereits wieder hereingeholt. Dementsprechend wird das eBook 2,99 € kosten und das Taschenbuch aller Voraussicht nach um die 8 €.

 

 

Das Buch erscheint am 01.02.2018 zunächst als eBook exklusiv bei Amazon, die Taschenbuchausgabe einige Tage später. Unter dem folgenden Link kann es vorbestellt werden:

 

 

https://www.amazon.de/dp/B0799WJRCD

 

 

Nachtrag vom 29.01.2018 

 

 

Da ich schon kurz nach der Veröffentlichung dieses Artikels als "dubioser Autor" bezeichnet und die Möglichkeit, eine Rendite von 10 % pro Jahr erzielen zu können, als vollkommen abwegig angeprangert wurde, hier nun einige Argumente zur Stützung meiner Behauptung:

 

  • Allein der DAX, der wichtigste deutsche Aktienindex, wuchs seit seinem Start im Jahr 1988 jährlich um durchschnittlich 8,7 %. An der Entwicklung dieses Indizes kann jedermann ganz einfach und kostengünstig teilhaben, z. B. durch den Kauf eines entsprechenden ETF'S (mehr dazu im Buch).
  • Die Aktie der Firma Microsoft stürzte nach der Finanzkrise 2007/2008 von 25,40 € bis auf 12,90 € ab, heute erreicht sie wieder einen Wert von rund 73 €. Mit dem richtigen Timing hätte ein Anleger sein Geld durch Microsoft-Aktien bis heute versechsfachen können. Auch auf dem Höhepunkt der Krise hat wohl niemand ernsthaft damit gerechnet, Microsoft würde pleite gehen, und doch sackte die Aktie aufgrund der allgemeinen Panik zunächst drastisch ab, nur um sich danach in neue Höhen aufzuschwingen.
  • P2P-Kredite bieten eine jährliche Rendite von 8 - 17 %. Zahlreiche Erfahrungsberichte und seriöse Blog-Artikel im Internet belegen diese Zahlen. Meine eigenen P2P-Konten erreichen gar eine Rendite von 11,9 - 17,68 %. Da ich allerdings noch nicht lange auf diesem Gebiet aktiv bin, will ich konkrete Zahlen erst nach Ablauf einer gewissen Zeit erneut veröffentlichen.
  • Mittels Crowdinvesting lässt sich in Startups investieren. Das Risiko ist nicht unerheblich, da junge Firmen auch schnell einmal pleite gehen können und die Investition damit komplett futsch wäre. Auf der anderen Seite bieten erfolgreiche Startups aber auch fantastische Renditechancen - man denke nur an Google oder Apple, hat doch letztlich jedes heute erfolgreiche Unternehmen irgendwann einmal als kleines unbekanntes Startup begonnen. 

 

Durch eine gesunde Mischung von Risikoreicheren und Risikoärmeren Anlageformen ist eine jährliche Rendite von 10 % vollkommen realistisch. Schon in den 1980er Jahren vertrat Peter Lynch, einer der erfolgreichsten Fondsmanager unserer Zeit, die Ansicht, selbst der durchschnittliche Kleinanleger könne an der Börse ohne weiteres einen Zuwachs von 10 - 15 % jährlich erzielen. Und das war vor über 30 Jahren. Er selbst erzielte für den von ihm gemanagten Fonds übrigens eine durchschnittliche jährliche Rendite von sagenhaften 29 %.

 

 

Heute sind die Möglichkeiten für den Normalo, sein Geld gewinnbringend anzulegen, deutlich größer und zudem leichter zugänglich. Es wissen nur vergleichsweise wenige Menschen davon, und das hat einen Grund: Die Bankberater und Fondsverwalter werden uns kaum davon erzählen, schließlich verdienen sie an unserer Unwissenheit prächtig. Wer hinter all diese Dinge kommen will, muss sich gezielt auf die Suche begeben, denn das Wissen ist zwar längst vorhanden, doch will es erst einmal gefunden werden. 

 

 

Ich wiederhole daher noch einmal: Ich will nicht vorgeben, mit meinem Buch irgendwelche Geheimnisse der sogenannten Reichen zu verraten oder den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Ich habe das Wissen und die Erfahrungen anderer lediglich aufbereitet, gesammelt und selbst ausprobiert. Das Buch stellt also eine Zusammenfassung dar und soll als Ratgeber dienen. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob der diesen Ratgeber auch nutzen will. Hier geht es übrigens zur Leseprobe, sodass sich jeder einen ersten Eindruck verschaffen kann.


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